Meike Redeker Preisträgerin 2018/19

Der Lüneburgische Landschaftsverband hat seinen Kunstpreis 2019 zum sechsten Mal vergeben. Am 04. Mai kürte der Celler Landrat Klaus Wiswe im voll besetzten Ausstellungssaal des Albert-König-Museums in Unterlüß die Videokünstlerin Meike Redeker zur Gewinnerin des mit 5.000 Euro dotierten Preises, der zudem einen Katalog und eine Einzelausstellung beinhaltet.

Auch die Presse berichtete über die Veranstaltung: Mit freundlicher Genehmigung der Celleschen Zeitung und von Doris Hennies finden Sie hier den dort am 07.05.2019 erschienenen Artikel zum Download.

Gut 140 Besucher und Besucherinnen nahmen an der Verleihung des Kunstpreises im Landkreis Celle teil. Die Kunstkommission wählte wie immer erst kurz vor der Veranstaltung direkt aus der Nominierten-Ausstellung die Arbeit aus, der sie den Förderpreis zugedachte. Neben Meike Redeker aus Meine (Landkreis Gifhorn) waren Yule von Hertell aus Gifkendorf (Landkreis Lüneburg) und Erik Arkadi Seth aus Gifhorn nominiert. Zudem ist Katharina Gröschner in der Nominierten-Ausstellung vertreten. Die Nominierung der Celler Abiturientin erfolgte allerdings "außer Konkurrenz". Informationen zu den Nominierten finden Sie im Flyer zur Nominierten-Ausstellung.

Die Kunstkommission begründete ihre Entscheidung wie folgt.: "Meike Redeker zeigt mit "Ophelia" eine äußerst dichte und durchkomponierte Videoarbeit, die sich schlüssig Literatur und Kunstgeschichte zum Ausgangspunkt wählt. Mit Ophelia, der Protagonistin aus Shakespeares Tragödie Hamlet, thematisiert sie die Schwierigkeit, aus starken Rollenbildern auszubrechen. Sie verwandelt das bekannte Gemälde gleichen Namens von John Everett Millais aus dem 19. Jahrhundert in einen Film. Selbst als Darstellerin auftretend, spricht sie einen zeitgenössischen Text und initiiert ein auf den ersten Blick rätselhaftes Spiel der Bezüge."

Meike Redeker, Ophelia, Einkanal-Video, 2019; Foto: Anna-Kristina Bauer

John Everett Millais, Ophelia, 1851/52, Öl auf Leinwand, 76,2 x 111,8 cm (Tate Britain, London); Quelle: Wikimedia Commons, Fotograf unbekannt

Die Kommission bestand aus Stefanie Kleefeld (Leiterin der Halle für Kunst, Lüneburg), Isa Melsheimer (Bildhauerin, Berlin), Dr. Anne Mueller von der Haegen (Vorsitzende des Allgemeinen Konsumvereins, Braunschweig), Dr. Julia Otto (Kuratorin am Kunstmuseum Celle mit Sammlung Robert Simon) und Dr. Sven Nommensen (Vorsitzender des Kunstvereins Buchholz i.d. Nordheide).

Termine

Die Gruppenausstellung der Nominierten war vom 04. Mai bis 09. Juni 2019 im Albert-König-Museum in Unterlüß zu sehen.

Die Preisträgerausstellung eröffnet am 3. November 2019 um 19 Uhr im Kunstverein Buchholz i.d. Nordheide im Landkreis Harburg und wird dort bis 01. Dezember 2019 gezeigt.

Der Celler Landrat Klaus Wiswe und die Geschäftsführerin des Lüneburgischen Landschaftsverbands Anne Denecke (rechts) mit der Preisträgerin Meike Redeker (Mitte); Foto: Anna-Kristina Bauer

Die Nominierten (von links nach rechts): Katharina Gröschner, Yule von Hertell, Erik Arkadi Seth und Meike Redeker; Foto: Anna-Kristina Bauer

Die Jury (von links nach rechts): Stefanie Kleefeld, Isa Melsheimer, Dr. Julia Otto, Dr. Anne Mueller von der Haegen und Dr. Sven Nommensen; Foto: Anna-Kristina Bauer

Axel Flader, Bürgermeister der Gemeinde Südheide; Foto: Anna-Kristina Bauer

Musikalische Begleitung: Das Duo "Just Friends"; Foto: Anna-Kristina Bauer

Kunstpreisverleihung 2019 in Unterlüß; Foto: Anna-Kristina Bauer

Der Vorsitzende des Freundes- und Förderkreises Albert-König-Museum e.V., Jörg Landgraf, im Gespräch; Foto: Anna-Kristina Bauer

Die Bundestagsabgeordnete Kirsten Lühmann beim Besuch der Nominiertenausstellung; Foto: Anna-Kristina Bauer

Ort der Kunstpreisverleihung 2019: Das Albert-König-Museum in Unterlüß; Foto: Charlotte Dreschke